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Wappen der 700 Jahrfeier


Entstehungszeit und Name:

Die Endung "-hain" des Ortsnamens weist darauf hin, dass Altenhain wie auch die Dörfer,  deren Name mit "-rod" endet, in der Zeit der letzten großen Rodungen im Vogelsberg entstanden ist. Zuerst sind wahrscheinlich die Dörfer mit der Endung "-rod" entstanden. Da Breungeshain 1067 schon urkundlich erwähnt wird, ist anzunehmen, dass Altenhain um dieselbe Zeit, etwa um 1050, entstand. Der Name bedeutet wohl "Zum alten Gehege". Aus der im 14. und 15. Jahrhundert vorkommenden Namensform "Zum Aldenhain" wurde durch Verschmelzung des "m" des "zum" mit dem Ortsnamen die mundartliche Form "Malehoa". So ist auch die mundartliche Form des Namens für Ulrichstein "Mulstoa" entstanden.

Die Entwicklung der Dorfnamen:

Jahr:

Dorfname:

1306

Babinhusin, Pedirhayn, Aldinheyn  

1318

Babenhusen

1335

Babinhusin

1337

Bobenhausen

1343

Babinhuss

1349

Selnrode

1353

Obernsyfriderode, Babinhusen, Hebirsdorf, Sellinrod, Wonenfelde

1364

Babenhusen, Sifeharterode, Felzkruckin, Kulczenhain, Aldinhayn, Wanefelde, Selinrode,  Heckirsdorf, Pedirshan

1365

Babenhusin, Obernsifertenrate, Feldkrucken, Kolkitzinhayn, Aldinhayn, Wanefelde, Selnrode, Heckersdorf, Wüstung Petirshayn

Erste urkundliche Erwähnung:

Urkundlich erwähnt wird Altenhain erstmalig 1306 in einer Arnsburger Urkunde, in der ein Mengotus, Sohn des Weiland Johannes Guldene gegen das Kloster Arnsburg auf die ihm lebenslänglich verliehenen Gefälle "zu Babinhusin, Pedirsheyn und Aldinheyn" verzichtet. Da zusammen mit Altenhain auch Bobenhausen und Petershain genannt werden, ist anzunehmen, dass es sich bei diesem Altenhain um das Altenhain im Vogelsberg handelt und nicht um das im Taunus.

Da die Urkunde laut Mitteilung des Hessischen Staatsarchivs in Darmstadt weder dort noch im größeren Teil des Arnsburger Archivs in Lich nachzuweisen ist, ist anzunehmen, dass sie nicht mehr vorhanden ist. Abgedruckt ist sie in dem 1758 erschienenen Band IV des seit 1743 von dem Reichskammergerichts-Assessor V. F. v. Gudenus herausgegebenen fünfbändigen "Codex diplomaticus Moguntinus".

Weitere urkundliche Erwähnungen:

Zum zweitenmal wird Altenhain in einer im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt befindlichen Urkunde von 1353 genannt, derzufolge Heinrich von Isenburg den "Clas von Sazzen" mit dem Zehnten in den Dörfern des Gerichts Bobenhausen belehnt. Genannt werden folgende Dörfer: Babinhusen, Obersyfriderode, Hebirsdorf, Sellinrode, Wonanfelde, Aldinheyn, Lyenscheit, Langenwasser aben und nydene, Pedirshain, Kultzinheyn, Felkruckin, Selginstatt und Fulkenandisheyn. Die Dörfer Lyenscheit=Lienscheit (in der Gemarkung Bobenhausen oder Wohnfeld gelegen), Langenwasser (Gemarkung Ulrichstein), Pedirshain (Gegend des Petershainer-Hofes), Selginstatt (Gemarkung Ulrichstein), Fulkenandisheyn=Vockenhain (Gemarkung Betzenrod) sind ausgegangen.

Im Zusammenhang mit diesem Zehnten im Gericht Bobenhausen wird Altenhain noch mehrmals erwähnt, und zwar in den Urkunden von 1364, 1365, 1370, 1381, 1409, 1438, 1479, 1502, 1504, 1512, 1540 und 1599.

Altenhain wird Wüstung:

1500 war Altenhain Wüstung. Im Salbuch Ulrichstein vom Jahr 1500 führt der damalige Rentmeister von Ulrichstein Eckhardt von Petershayn unter des "Gerichts Bobenhausenn Zugehoere" Altenhain als Wüstung auf. "Altenhayn, die Wustunge", so liest man dort. Die Bewohner von Altenhain werden wohl nach Wohnfeld, Freienseen und Laubach übergesiedelt sein, von wo aus die Äcker und Wiesen genutzt wurden.

Rentmeister Eckhardt bemerkt am Schluß seiner Angaben über die Wüstung Altenhain: "So es m.g.h. zu gefallen wäre, hette ich ein meynung, es würden Leut dohinn bauenn." Damit fand er sicher auch die Zustimmung des Landgrafen, da ja ein Dorf in Form allerlei Abgaben mehr einbrachte als eine Wüstung.

Altenhain wird wieder Dorf:

1536 war Altenhain wieder Dorf, werden doch in dem 1681 angelegten Bau- und Kirchensalbuch von Bobenhausen in einem in dieses eingebundenen Stück von 1536 acht Altenhainer genannt, die Holz für den Pfarrer zu Bobenhausen zu machen und anzufahren hatten. Unter den Namen findet sich zweimal der Name "Rain", der sicher eine andere Schreibweise des heute noch vorkommenden Namens "Rahn" ist. In dem ebenfalls in dieses Salbuch eingebundenen, etwa um 1570 geschriebenen Verzeichnis der hahnenzinspflichtigen Familien (sie mussten dem Pfarrer die jährlichen Hähne geben) oder wie es dort heißt der "Hausgesesse des Dorfes Altenhain" werden 21 Altenhainer genannt, darunter sechs namens "Rahn" oder "Ran" und auch zwei namens "Crafft". Die Namen  "Rahn" und "Kraft" sind also demnach Altenhainer Namen.

Die Altenhainer Gemarkung wird größer:

1585 vergrößerte sich die Gemarkung durch die Zuteilung des größtenteils gerodeten "Seener Waldes". Nur auf das gerodete Land legte man Wert, nicht aber auf den Wald, heißt es doch im Salbuch des Gerichtes Bobenhausen: "Der Welden begeren sie nitt". Der Name "Seener Wald" rührt vielleicht daher, dass dieser Wald den Seendörfern gemeinsam gehörte. Bei der Zumessung zur Gemarkung Altenhain 1585 bestand der "Sehner Waldtt" aus 54 Morgen Wäldern, 24 Morgen und 25,5 Ruten Wiesen, 202,5 Morgen und 6 Ruten Äckern sowie 17 Morgen Trischern.

Die Entwicklung der Bevölkerung:

Einwohnerzahlen aus der älteren Zeit liegen nicht vor. Man könnte aber aufgrund der um 1570 vorhandenen Hausgesäße die ungefähre Einwohnerzahl errechnen. Nimmt man jedes Hausgesäß mit durchschnittlich 4 Personen an, so hätte Altenhain um 1570 etwa 80 Einwohner gehabt. Auch für 1640 ließe sich vielleicht die ungefähre Einwohnerzahl errechnen, da ein im Darmstädter Staatsarchiv befindliches Kriegsschädenverzeichnis von 1640 16 Geschädigte mit Namen genannt sind, die wohl die Väter oder Mütter der Familien waren. Bei der Annahme von vier Personen pro Familie käme man nur auf 64 Einwohner in 1640. Die Einwohnerzahl wäre also zurückgegangen, was ja auch durch den 30-jährigen Krieg erklärt werden kann. Für 1669 liegt die erste Einwohnerzahl vor. 69 Einwohner zählte damals Altenhain. In der Folgezeit nahm die Einwohnerzahl stark zu und stieg bis auf 340 im Jahre 1849. Die höchste Einwohnerzahl erreichte Altenhain nach dem 2. Weltkrieg durch den Zugang der Flüchtlinge mit 425. Nach 1950 setzte eine starke Abwanderung ein, sodass 1961 Altenhain nur noch 328 Einwohner hatte. Einen Überblick über die Bevölkerungsentwicklung geben die nachstehenden Einwohnerzahlen, die vom Kreisstatistiker des Kreises Alsfeld aufgrund von Angaben der Zentralstelle für Landesstatistik zur Verfügung gestellt wurde. Nur die Zahl für 1849 hat eine andere Quelle. Sie entstammt den Aufzeichnungen des damaligen Pfarrers Frank, der von 1843-1850 in Sellnrod und Altenhain amtierte.

Jahr:

Einwohner:

1669

69

1804

219

1828

271

1834

287

1846

339

1849

340

1861

316

1871

332

1880

325

1890

302

1900

301

1910

319

1925

309

1933

338

1939

330

1946

425

1950

405

1955

344

1961

328

Die Beschäftigung:

Die Altenhainer waren um 1850 größtenteils Bauern. Im ganzen herrschte laut Mitteilung von Pfarrer Frank im zweitältesten Sellnröder Kirchenbuch noch ein ziemlicher Wohlstand. Arme gab es nur ganz wenige. Um 1910 waren in Altenhain 3-4 Bauern mit je 2 Pferden. Die anderen Betriebe waren meist sehr klein, sodass Männer und Söhne in den Wald gingen, Wege bauten, Steine klopften, im Herbst beim Dreschen in der Wetterau arbeiteten, aufs Bergwerk gingen und im Winter Holz machten.

Heute sind von den Beschäftigten nur noch gut die Hälfte ausschließlich in der Landwirtschaft tätig. Andere gehen daneben noch einem Beruf nach, während etwa 30% Arbeiter und unselbstständige Handwerker sind. Den Rest machen die Gewerbetreibenden, selbstständigen Handwerker, Angestellten und Beamten aus.

Pest- und Kriegsnot:

Am 18. Oktober 1611 brach in Sellnrod die Pest aus, im November 1612 in Kölzenhain, 1613 nach Ostern in Bobenhausen, wo sie 150 Opfer forderte. Im November 1613 scheint sie in Altenhain ausgebrochen zu sein, da bei zwei am 25. November getauften Kindern von Altenhain im Kirchenbuch bemerkt wird: "tempore pestis"

1622 kamen Söldner des Herzogs Christian von Braunschweig (des "tollen Christian, wie er genannt wurde), der im Mai 1622 das Amt Ulrichstein plünderte, auch nach Altenhain. Nach den Aufzeichnungen des Amtmanns Johann Kayßer von Ulrichstein wurden auch Altenhainer misshandelt. Einem Rahn nahmen sie die Pferde ab und erschossen ihn, als er auf einem Pferd entkommen wollte. Seinem Sohn schlugen sie auf den Kopf. Um Geld zu bekommen, fesselten sie einen Jakob Fritz mittels einer Kordel und stachen ihm mit einem Messer in die Seite. Den Knecht des Merten Jeckel prügelten sie und schlugen ihm mit Rohren an den Kopf, sodass er stark blutete und schleppten ihn daraufhin an einem Pferd nach Freienseen.

In dem schon erwähnten Kriegsschädenverzeichnis von 1640 wird der Gesamtschaden mit 848 Reichstaler angegeben. Unter den Namen der 16 Geschädigten erscheinen acht "Rohn", ein "Keil" und ein "Crafft".

Über die Nöte des Dorfes im 7-jährigen  Krieg ist weder aus dem Gemeindearchiv noch aus den Kirchenbüchern etwas zu ersehen. Es ist jedoch anzunehmen, dass sich im Staatsarchiv in Darmstadt noch diesbezügliche Akten befinden. Wie anderenorts auch werden Einquartierungen, Fouragierungen und Fouragefahrten dem Dorf Not und Armut gebracht haben.

1797 und 1798 hatte unsere Gegend dauernd Einquartierungen von Truppen aller Art hinzunehmen. 1798 lagen in Altenhain Franzosen, werden doch in drei Geburtseinträgen von 1799 Franzosen als Väter angegeben. So gebar am 21. Januar 1799 eine Anna Elisabeth Lingelbach einen Sohn, der den Namen Johann Henrich erhielt. Der Name des Franzosen wird im Trauprotokoll des Kindes genannt. Er hieß Johannes Gotta. 1823, dem Jahr der Trauung seines Sohnes, war er schon tot. Ein Nachfahre dieses Johannes Gotta ist der 1908 geborene Gottfried Gotta. Johannes Gotta war sein Ururgroßvater. Am 1. März 1799 gebar eine Anna Elisabeth Zimmer ein totes Söhnlein, dessen Vater ein französischer Soldat war. Am 7. Juni 1799 gebar Johanetta Maria Zimmermann, Tochter des Försters Zimmermann, ein Söhnlein, als dessen Vater ein französischer Corporal namens Bouri angegeben wurde. Dieses Kind, das den Namen Matthäus erhielt, war von 1819-1838 in Altenhain Lehrer. Ende 1840 wurde Matthäus Bouri nach Crainfeld versetzt. Als Opfer des 1. Weltkrieges sind auf dem Ehrenmal 19 namentlich aufgeführt, während für den 2. Weltkrieg 27 Namen angegeben sind.

Auswanderung:

Im 19. Jahrhundert sind einige Altenhainer nach Amerika ausgewandert, deren Zahl nicht mehr genau zu ermitteln ist. Es mögen 10-20 gewesen sein. Die Zahl der Auswanderer war jedoch verglichen mit den Zahlen etwa von Sellnrod und Freienseen gering. In Freienseen wanderten von 1828-1900 mehr als 400 Einwohner, vor allem nach Nordamerika aus, sodass Freienseen 40% der Anfangsbevölkerung verlor. Wenn aus Altenhain nur verhältnismäßig wenige auswanderten, so wird dadurch das bestätigt, was Pfarrer Frank 1849 über den Wohlstand der Bevölkerung schrieb, wobei allerdings die geringeren Lebensansprüche zu bedenken sind.

Kirche und Schule:

 

Altenhain gehörte bis 1709 zur großen Pfarrei Bobenhausen II und wurde in diesem Jahr mit Sellnrod vereinigt. Einen eigenen gottesdienstlichen Raum erhielt Altenhain 1815 als bei der Erbauung einer Schule eine "Betstube" an sie gebaut wurde. Davor wurde "bei Casualfällen die Kirch in einer Scheuer gehalten". Ein Schulhaus (wohl das erste) erhielt Altenhain 1815 nach anderer Nachricht bereits 1811. Höchste Schülerzahl: 77 (in 1848). Die Zahl errechnete sich aufgrund von 8 Konfirmandenjahrgängen). 1906 wurde eine neue Schule in der Vogelsbergstraße 10 erbaut und das bisherige Schulhaus mit Wohnung an die Familie Schuchmann verkauft. Nach endgültiger Auflösung der Dorfschule im Jahre 1969 wurde dieses Schulgebäude von der Kirche übernommen und, nach entsprechenden Umbaumaßnahmen, 1975 als solche eingeweiht.Die alte Kirche ging ebenfalls in den Besitz der Familie Schuchmann über, wurde dann 1976 abgebaut und ist seither im Hessenpark gelagert, wo sie auf ihren Wiederaufbau wartet.

 

Lehrer in Altenhain:

 

Jahre:

Name:

1878 – 1879

Herr Gundermann

1884 – 1890

Herr Bürstlein

1890 – 1891

Herr Allendörfer

1895 – 1902

Herr Kurz

1902 – 1904

Herr Petri

1905 – 1906

Herr Jäger

1907 – 1913

Herr Eckstein

1913 – 1914

Herr Weiskopf

1914 – 1916

Herr Müller

1916 –

Herr Hofmann

1928 – 1932

Herr Muth

1933 – 1937

Herr Bickel

1937 – 1942

Herr Hofmann / Frau Holz

1942 – 1945

Frau Zimmer

1946 – 1946

Herr Backes

1946 – 1959

Herr Polz

1948 – 1951

Frau Pfeiffer

1959 – 1969

Herr Kaysser

Pfarrer in Altenhain:

Jahre:

Name:

1747 – 1774

Phillip Konrad Löber von Judica

1774 – 1778

Johann Konrad Rübsamen

1778 – 1789

Johannes Ludwig Rübsamen

1789 – 1797

Johann Ludwig Daniel Köhler

1797 – 1813

Georg Friedrich Konrad Hill

1813 – 1826

Christian Friedrich Karl Ebernvrin

1826 – 1836

Georg Christoph Keil

1836 – 1843

Karl Weichhard

1843 – 1850

Ludwig Frank

1850 – 1889

Ludwig Bang

1889 – 1892

Pfarrverwalter Scheid

1889 – 1892

Pfarrverwalter Naumann

1892 – 1893

Hugo Freitag

1893 – 1899

Johannes Medert

1899 – 1910

Wilhelm Fresenius

1911 – 1911

Pfarrverwalter Wiegand

1911 – 1925

Wilhelm Diehl

1925 – 1926

Pfarrverwalter Otto Illut

1926 – 1928

Pfarrverwalter von Bobenhausen

1929 – 1933

Paul König

1933 – 1939

Karl Zulauf

1939 – 1940

Heinrich Bayer

1940 – 1950

Dr. Lit. Wilhelm Stumpf

1950 – 1951

Wilhelm Weinand

1951 – 1964

Wilhelm Debus

1966 – 1972

Walter Dörner

1974 – 1977

Ellen Higaard Breidert

1977 – 1978

Martin Breidert

1980 – 1989

Ernst Dieter Mankel

1991 –

Gerhard Kurmis

Vereine:

1904 wurde in Altenhain ein Kriegerverein gegründet, der sein 25 jähriges Bestehen im Jahre 1929 mit einer Fahnenweihe feierte und sich Ende des 2. Weltkrieges wieder auflöste. Die Fahne wurde von dem 1955 gegründeten Schützenverein übernommen, der in dem am 5. November 1993 eingeweihten  Dorfgemeinschaftshaus seinen Luftgewehrschießstand hat. Nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr am 10. Mai 1934 in der Gaststätte Merz, vormals Deyer, schloss sich im Jahre 1945 die Jagdgenossenschaft zusammen. 1958 gründete sich ein Fußballverein, der später zum Sportverein wurde und heute aus einer Damengymnastik- und Tischtennisabteilung besteht. Im Jahre 1985 wurde der Angelsportverein „Flinker Wurm“ und 1993 der Singkreis Altenhain gegründet.

Bürgermeister und Ortsvorsteher:

Jahre:

Name:

        – 1846

Bürgermeister Rahn

1846 – 1874

Bürgermeister Kraft

1874 – 1901

Bürgermeister Heinrich Rahn VIII.

1901 – 1918

Bürgermeister Konrad Schleuning

1918 – 1925

Bürgermeister Konrad Diering

1925 – 1945

Bürgermeister Karl Rahn II.

1946 – 1948

Bürgermeister Friedrich Müller

1948 – 1952

Bürgermeister Karl Otto Kraft

1952 – 1971

Bürgermeister Friedrich Müller

1971 – 1979

Ortsvorsteherin Paula Müller

1979 – 1997

Ortsvorsteher Herbert Rahn

1997 – 2011

Ortsvorsteher Axel Semmler

700 Jahrfeier 2006:

Nach einer Bürgerversammlung am 7. Mai 2004 und der Gründung eines Festausschusses am 11. Juni 2004 unter Einbindung aller örtlichen Vereine wurden für das Jubiläumsjahr umfangreiche Feierlichkeiten vorbereitet. Zunächst erstellte man einen Wandkalender für das Jubiläumsjahr 2006 mit 12 historischen Bildern des Dorfes und der von Willi Friedl gezeichneten ehemaligen Schule und heutigen Kirche als Deckblatt. Aus nur wenigen schriftlichen Unterlagen in Archiven wurde ein rund 190 Seiten umfassendes Festbuch mit vielen Bildern und umfangreichen Informationen zur Geschichte Altenhains erstellt.

Ebenfalls in dem Festbuch abgedruckt ist das von Herbert Kress zum Dorfjubiläum komponierte und getextete Altenhainer Lied. Das Jahr 2006 wurde mit einer gemeinsamen Silvesterparty der Bevölkerung im Dorfgemeinschaftshaus eingeläutet, worauf der traditionelle Faschingstanz am 25. Februar folgte.

Den offiziellen Auftakt der Festveranstaltungen bildete am 28. April ein Festgottesdienst mit Pfarrer Kurmis in der Kirche, bevor im Dorfgemeinschaftshaus ein feierlicher Festkommers mit Prologvortrag stattfand.

Am 29. April folgte ein geschichtlicher Film- und Diavortrag und am 30. April eine Fotoausstellung mit rund 800 historischen Bildern von Altenhain, die später auch noch in der Sparkasse Laubach sowie beim Dorffest am 3. September in der Kirche zu sehen sein sollten. Am 30. April und 1. Mai wurde dann noch die sogenannte Maigaudi des Sportvereins im Dorfgemeinschaftshauses gefeiert. Die Pfingstkirmes wurde am 2. Juni mit einer Liveband – Zeltdisco und am 3. Juni in Form eines Mundartabends mit drei Mundartgruppen fortgesetzt. Am 4. Juni standen eine Hubertusmesse, ein Liedernachmittag und ein Schützenausmarsch auf dem Programm, bevor am 5. Juni der traditionelle Frühschoppen den Abschluss bildete.

 

Am 7. Juli fand, nach der Pflanzung eines Gedenkbaumes in Form einer Eiche auf dem Spielplatz, ein Grenzgang durch die Altenhainer Gemarkung statt. Dieser klang im Festzelt am Dorfteich in der Betzenröder Straße aus, wo am 8. Juli noch das traditionelle Teichfest des Angelsportvereins und der Freiwilligen Feuerwehr mit geräucherten Forellen und großer Teichbeleuchtung stattfand. Am 3. September folgte dann der Höhepunkt der Feierlichkeiten mit einem Historischen Dorffest in den festlich dekorierten Straßen des Dorfes. Hier präsentierten den ganzen Tag, neben einer Aktionsbühne als Mittelpunkt, rund 90 Aussteller ihr altes Handwerk.

 

Danach fand am 1. Oktober, nach einem Ortspokalschießen, das traditionelle Haxenfest des Schützenvereins statt. Am 19. November wurde am Ehrenmal auf dem Friedhof mit Pfarrer Kurmis, dem Posaunenchor und dem Singkreis der Verstorbenen gedacht. Am 2. Dezember folgte noch ein Theaterabend mit der Theatergruppe Freienseen im Dorfgemeinschaftshaus. Den Abschluss des 700-jährigen Dorfjubiläums bildete am 16. Dezember ein Adventsnachmittag mit Plätzchenverkauf und Waffelbacken auf alten Holzöfen, wobei der Erlös dieser Veranstaltung einem guten Zweck als Spende zugeführt wurde.

 

Altenhain 2006:

Altenhain mit derzeit 381 Einwohnern ist nach der Eingliederung vom Kreis Alsfeld in die Großgemeinde Laubach am 31.12.1971 der östlichste Stadtteil im Landkreis Gießen. Es liegt zwischen 360 m und 410 m über NN und hat in seiner 317,29 Hektar großen Gemarkung mit der „Alten Höhe 535 m über NN“ den höchsten Berg des Kreises Gießen. Altenhain besteht aus dem ursprünglichen Ort mit 103 Anwesen und einem am 14.9.1968 geplanten und 1969 entstandenem Wochenendhausgebiet „Am Steinköppel“ mit derzeit 98 zum Großteil bebauten Grundstücken.

Das Symbol der Altenhainer
Kirchenzeichnung von Willi Friedl